KI-basierte Tools wie ChatGPT, Jasper und Co. erstellen blitzschnell LinkedIn-Posts, Blog-Artikel oder Copy für Landingpages. Immer mehr Menschen und Unternehmen greifen bei der Content-Erstellung auf diese Technologien zurück. Doch tun wir uns damit in der Online-Kommunikation wirklich einen Gefallen? Oder kreieren wir nur noch Lärm?
Dieser Artikel soll vor allem zum Nachdenken anregen. Gleich vorweg: Ich habe keine Angst davor, von KI erstetzt zu werden. Ganz im Gegenteil: Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sind Kommunikations-Experten und erfahrene Texterinnen und Texter gefragter denn je. Kaum ein Unternehmen kann sich austauschbaren Content „aus der Konserve“ noch leisten. Denn heute ist alles, wirklich alles, Kommunikation – und diese sollte einen Unterschied machen.
Charakter lässt sich nicht KI-generieren
Es ist Dir sicherlich schon aufgefallen: KI greift auf Muster zurück. Und das ist auch die große Stärke von Large Language Models (LLMs) und anderen KI-Technologien: Sie erkennen Muster, logische Abfolgen und Kohärenzen, die uns Menschen unter Umständen, verborgen bleiben, da wir die Menge an Informationen nicht erfassen können.
Gleichzeitig birgt diese Fähigkeit aber auch einige Tücken: Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT generieren Texte, indem sie auf riesige Datenmengen zugreifen und Muster in der Sprache erkennen. Sie verwenden statistische Wahrscheinlichkeiten, um die Worte oder Sätze basierend auf dem vorherigen Kontext vorherzusagen und so zusammenhängende Texte zu erstellen.
Das Problem: Diese Art der Contenterstellung hat wenig mit Einzigartigkeit zu tun und noch weniger mit kulturellem oder zielgruppenspezifischem Feingefühl.
KI kann den menschlichen Erfahrungsschatz nicht reproduzieren und wird dies, nach heutigem Stand, auch so schnell nicht können, denn KI hat keinen Körper und keine Psyche. Somit macht KI auch keine eigenen Erfahrungen, sondern kann lediglich Daten verarbeiten und veranschaulichen.
KI macht keine eigenen Erfahrungen
Wir nehmen die Welt basierend auf unserer Erfahrung und den damit verbundenen Gefühlen wahr. Unsere Intuition lässt uns Entscheidungen treffen, bevor wir überhaupt bewusst darüber nachdenken können (siehe „Thinking, Fast and Slow“ von Daniel Kahnemann). Menschen greifen auf ihre eigenen Gedanken und Erfahrungswerte zurück, um kulturelle Zusammenhänge zu erschließen. Auch Kaufentscheidungen werden so getroffen.
Hier kommen menschliche Texter und Texterinnen ins Spiel: Sie verfassen Texte, die logisch, emotional resonant und kontextuell relevant sind – eine Fähigkeit, die KI noch nicht vollständig nachahmen kann.
Menschen können durch ihre individuellen Erfahrungen und Perspektiven einzigartige Texte erstellen, Akzente setzen und herausfiltern, welche Aspekte und welche Formulierungen die Zielgruppe wirklich erreichen.
Gute Texter wissen, was wirklich relevant ist
Markenbildung kann man nicht automatisieren
…jedenfalls noch nicht.
Die Frage, die sich an diesem Punkt stellt, ist vielleicht: Wie authentisch ist Online-Markenkommunikation denn überhaupt? Eine Marke ist schließlich mehr als ein Produkt oder eine Dienstleistung, die auf Social Media beworben wird. Sie ist auch mehr als eine Webseite oder eine Pressemitteilung:
Eine Marke definiert sich vor allem darüber, wie sie von ihrer Zielgruppe wahrgenommen und erlebt wird.
Markenbildung ist ein fortlaufender, interaktiver Prozess, der in den Köpfen der Menschen stattfindet. Eine Marke baut eine emotionale Verbindung zu einer Zielgruppe auf und, hier kommt die Krux, hält diese über lange Zeit aufrecht.
„Produkte und Marken werden nicht nur konsumiert, sondern erlebt,
Tag für Tag, mit unseren fünf Sinnen.“Zitat aus dem Buch „Markenkommunikation“ (2008) von Uwe Munzinger und Karl Georg Musiol
Dies erfordert ein tiefes Verständnis für die Werte einer Marke, die Bedürfnisse der Zielgruppe und die gesellschaftlichen sowie kulturellen Kontexte, in denen die Marke agiert. Diese Elemente lassen sich nicht einfach durch Algorithmen oder Mustererkennung replizieren.
KI kann zwar Texte in einem bestimmten Stil verfassen, durch Sprache die menschlichen Denk- und Verhaltensweisen besser kennenlernen, aber sie wird nie die einzigartige Markenstimme entwickeln können, die eine echte, nährende Verbindung zu einer Zielgruppe aufbaut.
Ein erfahrener Texter hat ein Gespür dafür, wie die Zielgruppe tickt und was sie im tiefsten Inneren bewegt. Er weiß, wie er die Vision hinter einer Marke zum Leben erweckt – mit einzigartigen Worten und Geschichten, die ein Unternehmen mit seinen Kunden verbindet.
Die Authentizität, die von einer starken Marke ausgeht, ist etwas, das sich nicht ohne Weiteres automatisieren lässt.
Qualität über Quantität oder „Texte sind auch Energie“
KI kann Texte schneller erstellen als jeder Mensch, aber bei der Online-Kommunikation sollte Geschwindigkeit nicht das entscheidende Kriterium sein. Nachhaltig ist es, Inhalte zu kreieren, die nicht so schnell an Wert verlieren. Evergreen-Content, ja bitte – und vor allem Content, der den Werten und Grundsätzen des Unternehmens entspricht.
Was soll im Text mitschwingen? Eine professionelle Texterin findet die richtigen Worte: Sie setzt die passenden Akzente (z.B. unverwechselbare Hooks) und sorgt für eine Tonalität, die wirklich einmalig ist. Tiefe, sprachliches Feingefühl, Menschenkenntnis – und die mutige Abgrenzung von der Masse unterscheiden einen mittelmäßigen von einem außergewöhnlich guten Text.
Was kann denn nun KI?
KI-Tools sind großartig darin, große Mengen an Texten zu erzeugen, Daten zu verarbeiten, aus großen Datenmengen, wichtige Informationen herauszufiltern. Doch ChatGPT und Konsorten können niemals das Maß an Sorgfalt, Feingefühl und Detailtreue liefern, das ein menschlicher Texter in die Arbeit einbringt.
Fazit: KI ist ein hilfreiches Werkzeug – aber ein professioneller Texter lohnt sich noch
Im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz kann kein Computer die Kreativität, Empathie und das Sprachgefühl eines professionellen Texters ersetzen. KI mag ein nützliches Werkzeug sein, doch für das Finetuning wird es immer einen Menschen brauchen, der mit einem geschulten Auge entscheidet, was wie und warum veröffentlicht werden soll und was nicht.
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